TEST: Nikon Nikkor 600/1:4 IF-ED


notwendiges Übel

Der einzige Grund, warum man ein solches Objektiv kauft, ist der, daß man für die Tierfotografie die längste Brennweite benötigt, die man bekommen kann. Im aktuellen AF-Programm von Nikon ist das das AF-S 600/4,0 D IF-ED. Mit einem Preis von deutlich über 20.000 DM hätte dies allerdings mein Budget überfordert. 

Zum Glück habe ich ein älteres manuelles Objektiv gebraucht erwerben können. Auch das war nicht ganz billig, ermöglicht mir jedoch den Einstieg in die professionelle Tierfotografie.

Wer behauptet ein solches Objektiv zu mögen, muß schon ein Masuchist sein. Das Objektiv wiegt über 6 kg, nimmt mehr als die Hälfte des größten erhältlichen Fotorucksacks ein (LowePro Super Tracker) und ist noch sündhaft teuer. 

Aber was, soll's. Die Abbildungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben, und das ab der Anfangsöffnung von 4,0. Man sollte das Objektiv auch nicht zu weit abblenden, da sonst die Abbildungsqualität zu stark leidet, und warum hat man ein lichtstarkes Objektiv gekauft, wenn man es abblenden möchte ?

Erstaunt bin ich über die immer noch sehr gute Bildqualität bei dem Einsatz mit den ebenfalls hervorragenden Konvertern TC-301 und TC-14B.

Nicht zu unterschätzen sind die Folgekosten, die ein solches Ungetüm mit sich bringt. Mein Manfrotto Stativ C55, das einen sehr stabilen Eindruck macht und mit dem 300/2,8 noch prima einsetzbar ist, war mit diesem Brocken überfordert, so daß ich keine scharfen Bilder erhielt. Also mußte ich mir auch noch ein geeignetes Stativ und den dazugehörigen Kopf leisten, was zusammen in der Lage sein muß ca. 10 kg stabil zu tragen.

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© 2001, Thorsten Hagedorn;    letzte Aktualisierung: 08.01.2001    Home