Erfahrungsbericht:
Nikon AF 50mm 1:1,4D


 

 

 

Kaufentscheidung Drei Gründe sprachen für den Kauf dieses Objektivs. Es ist recht preisgünstig, bietet eine sehr hohe Lichtstärke und ist sehr kompakt, so dass ich es ohne Weiteres als Notfallobjektiv mit nach Neuseeland nehmen konnte.
Abbildungsqualität:
Schärfe und Kontrast
***** = sehr gut
Bei offener Blende ist das Auflösungsvermögen des Objektivs bereits gut, während der Kontrast eher mäßig ist und bei der Vollformatkamera D3 ist ein leichter Abfall der Bildqaulität zu den Bildecken zu erkennen. Bereits leichtes abblenden auf 2,8 reicht aus, um absolute Spitzenwete in allen Disziplinen zu erhalten. Dann sind die Bilder auch bis in die Bildecken scharf.
Helligkeitsverteilung
*** = befriedigend
Bei offener Blende ist ein starker Helligkeitsabfall in den Bildecken zu erkennen, aber bereits leichtes abblenden verbessert den Helligkeitsverlauf sehr stark. Ab Blende 2,8 ist keine Vignettierung mehr erkennbar.
Verzeichnung
?
Wegen zu weniger Fotos kann ich das noch nicht beurteilen.
Streulicht
?
Wegen zu weniger Fotos kann ich das noch nicht beurteilen.
Handhabung
** = ausreichend

Das Objektiv ist mit Abstand das schlechtest verarbeitete Nikon Objektiv in meinem Besitz. Ich habe nur noch ein Canonobjektiv (70-300 DO), dass einen noch billigeren Eindruck hinterläßt. Das Objektiv besteht aus einem nicht sonderlich hochwertig wirkenden Kunststoff und die innerhalb des Entfernungseinstellringes bewegliche Linseneinheit hat extrem viel Spiel (ca. 2mm in alle Richtungen). Dafür ist es aber auch das kleinste, leichteste und billigste meiner Objektive.

Der Autofokus, der über den in der Kamera vorhandenen Motor erfolgt, ist erschreckend langsam. Rein subjektiv erscheint mir der AF sogar langsamer zu sein als bei dem 60mm Makro und erheblich langsamer als beim AF 80-400 VR, die beide ja ebenfalls über den AF-Motor der Kamera angetrieben werden. Damit ist das Objektiv kaum für Schnappschüsse geeignet.

Lieferumfang
* = mangelhaft
Man muß schon dankbar sein, dass die Objektivdeckel mitgeliefert werden. Die einschraubbare Gegenlichtblende muss für viel Geld extra erworben werden und ist in der Handhabung so unpraktisch, dass ich sie nicht verwende.

Pro & Kontra

+ :
  • günstiger Kaufpreis,
  • sehr hohe Lichtstärke,
  • kompakt und leicht,
  • abgeblendet hervorragnede Bildqualität
  • ...

- :

  • sehr langsamer Autofokus,
  • keine Bajonettgegenlichtblende erhältlich,
  • mäßige Verarbeitungsqualität (viel Spiel),
  • bei offener Blende geringer Kontrast und starke Vignettierung.

© 2009 Thorsten Hagedorn     -     letzte Aktualisierung: 23.01.2009